Vom Champions-League-Sieger auf dem Feld zum Cheftrainer an der Seitenlinie führt die Karriere von Markus Steuerwald. Der 1989 im Schwarzwald geborene Libero spielte viele Jahre für den VfB Friedrichshafen und Paris Volley. Mit Friedrichshafen gewann er unter anderem vier deutsche Meisterschaften, fünfmal den DVV-Pokal und bereits 2007 die Champions League. In Frankreich kamen der Sieg im CEV-Pokal 2014 und die französische Meisterschaft 2016 hinzu. Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte Steuerwald 164 Länderspiele. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London erreichte er mit dem Team den fünften Platz und wurde als bester Libero des Turniers ausgezeichnet, zwei Jahre später gewann er bei der Weltmeisterschaft die Bronzemedaille.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere 2021 wechselte Steuerwald ins Trainerfach. Zunächst arbeitete er als Co-Trainer beim Dresdner SC, anschließend gehörte er ab 2023 zum Trainerstab der Berlin Recycling Volleys. Im April 2026 übernahm er dort kurzfristig als Cheftrainer und führte die Mannschaft durch die entscheidende Phase der Playoffs bis zur Deutschen Meisterschaft. Seit der Saison 2026/27 ist Steuerwald Cheftrainer der Helios GRIZZLYS Giesen und damit Nachfolger von Itamar Stein. Sein Vertrag läuft zunächst bis 2028 und beinhaltet eine Option auf ein weiteres Jahr.
