Heroes in Neuss 2026 Neuss

Minoru Ota

Wenn der Alltag kleiner wird, zählen die nahen Wege. Aus genau dieser Erfahrung heraus gestaltet Minoru Ota sein Umfeld neu. Nach der Diagnose und mit palliativer Krebsbehandlung hat er mit viel Unterstützung, Reha und Hilfsmitteln Schritt für Schritt den Weg nach draußen zurückgewonnen und im Diakonie-Treff 3 einen Ort gefunden, an dem Begegnung wieder selbstverständlich wird.

Dort hat ihn das „Beet-Projekt“ überzeugt. In einem Quartier, das vieles ist – lebendig, vielfältig, manchmal unruhig –, sollen Blumenbeete wachsen und Kinder aus der Nachmittagsbetreuung Erde unter den Fingern spüren. Umgraben kann er nicht. Setzlinge pflanzen auch nicht. Also tut er, was möglich ist. Mit einer Müllzange sammelt er regelmäßig Abfall aus den Beeten. Einmal pro Woche, je nach Wetter und Gesundheitszustand. Aus einer kleinen Geste wird ein sichtbares Zeichen für Sorgfalt und Respekt.

Nach und nach sprechen ihn Menschen an. Sie sehen, was er tut, und verstehen, warum es ihm wichtig ist. So entsteht Verbundenheit im Kleinen, dort, wo man sich begegnet. Minoru Ota sagt, er sei dem Treff 3 dankbar für diese Möglichkeit. So wächst im Schatten großer Herausforderungen eine leise und verlässliche Form von Stärke, die Nachbarn zusammenführt und dem Viertel jede Woche ein Stück Zuversicht schenkt.