Schon früh war zu hören, dass die Trompete für ihn weit mehr als nur ein Instrument werden würde. Julian Wasserfuhr, 1987 in Hückeswagen geboren, begann im Alter von sieben Jahren zu spielen und machte bereits als Jugendlicher mit außergewöhnlichem Talent auf sich aufmerksam. Mit elf Jahren gewann er als jüngster Teilnehmer den nordrhein-westfälischen Landeswettbewerb „Jugend jazzt“, später folgten weitere Auszeichnungen und ein Stipendium am renommierten Berklee College of Music in Boston. Bereits mit 16 Jahren wurde er als Jungstudent für Jazztrompete an der Hochschule für Musik Köln aufgenommen.
Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Roman entwickelte Julian einen unverwechselbaren musikalischen Weg. Das Debütalbum „Remember Chet“ erschien 2006, als beide noch sehr jung waren, und brachte ihnen große Aufmerksamkeit in der deutschen Jazzszene. Es folgten internationale Konzerte, zahlreiche weitere Alben und Zusammenarbeiten mit Musikern wie Nils Landgren, Lars Danielsson und Wolfgang Haffner. 2013 wurden die Brüder gemeinsam mit Blank & Jones für „Relax Jazzed 1“ mit dem German Jazz Award in Gold ausgezeichnet. Julians warmer, zurückhaltender Trompeten- und Flügelhornton ist dabei zu einem prägenden Bestandteil ihres eigenen melodischen „Wasserfuhr-Sounds“ geworden.
Trotz internationaler Erfolge ist die Verbindung zum Bergischen Land geblieben. Diese Heimatnähe zeigt sich nicht nur in Konzerten in der Region, sondern auch dort, wo Musik gesellschaftliches Engagement unterstützen kann. 2016 trat Julian gemeinsam mit seinem Bruder bei einem Benefizkonzert des Lions Clubs Remscheid auf. Der Erlös kam den Remscheider Initiativen „Möhrchen“, die bedürftigen Grundschulkindern Mahlzeiten ermöglicht, und „Mama mia“ des Kinderschutzbundes zugute, das junge Mütter in schwierigen Lebenssituationen begleitet. So verbindet sich seine internationale Musikerkarriere immer wieder mit kultureller Präsenz und sozialem Engagement in der Region.
