Wer in Neuss erlebt, wie Türen aufgehen und Begegnung gelingt, trifft oft auf jemanden, der beides verbindet. Dieser Jemand ist Bert Römgens, Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf mit Standort Neuss und langjähriger Leiter des jüdischen Elternheims Nelly-Sachs-Haus. Seine Laufbahn begann in der Pflege, später folgten Studien in Pflege und Qualitätsmanagement.
Sein Weg führt dorthin, wo Fürsorge konkret wird. Im Nelly-Sachs-Haus verantwortete er Organisation und Atmosphäre eines Hauses, das älteren Menschen ein würdiges Zuhause bietet. In der Pandemie trug er den Impfstart im Haus mit und gab dem Alltag der Bewohner ein Stück Sicherheit zurück.
Römgens macht jüdisches Leben sichtbar und zugänglich. Er wirkt in Neuss an Dialogformaten mit, begleitet den Synagogenneubau und führt Gäste durch das Gemeindezentrum. 2024 wurde er Schützenkönig und bildete gemeinsam mit seinem Ehemann das erste gleichgeschlechtliche Königspaar der Stadt. Das Amt nutzte er, um Schulklassen, Vereine und Schützenzüge einzuladen und Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen. Auch in der Wohlfahrtspflege bringt er Stimmen zusammen. Als Sprecher der Liga Wohlfahrt Düsseldorf vertritt er die Perspektive der Träger verlässlich und pragmatisch.
