Remscheid

Arnd Bader

Die langen Strecken gehören zu seinem Leben. Arnd Bader ist leidenschaftlicher Läufer und Ausdauersportler, für den Bewegung weit mehr bedeutet als Zeiten und Platzierungen. Der Remscheider gehörte bereits 1995 beim New York City Marathon zu den besten deutschen Teilnehmern und prägte später als Seriensieger den Remscheider City-Lauf. Heute verbindet er seine sportliche Erfahrung eng mit der Frage, wie Menschen körperlich und seelisch möglichst gesund älter werden können. Einen ganz anderen persönlichen Rückzugsort hat er in Irland gefunden, das er als seinen „Seelenort“ bezeichnet.

Auch beruflich beschäftigt Bader sich seit vielen Jahren mit den unterschiedlichen Facetten des Älterwerdens. Der Diplom-Sozialwissenschaftler arbeitete zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität, baute eine Demenzberatung auf und leitete eine speziell auf Menschen mit Demenz ausgerichtete Einrichtung. Weitere Stationen führten ihn zum Demenz-Servicezentrum Bergisches Land. Heute ist er für die Projektkoordination und fachliche Leitung des Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz Bergisches Land verantwortlich, dessen Arbeit Remscheid ebenso einschließt wie Solingen, Wuppertal und die beiden bergischen Kreise.

Im Mittelpunkt steht für ihn dabei immer wieder der Mensch hinter einer Diagnose. In Vorträgen, Fortbildungen und Hörbeiträgen setzt sich Bader für einen personenzentrierten Umgang mit Menschen mit Demenz ein, vermittelt Wissen zur Prävention und beschäftigt sich intensiv mit Resilienz. Ebenso wichtig sind ihm die Menschen, die Angehörige pflegen und dabei häufig selbst an ihre Belastungsgrenzen geraten. Für sie schafft er Informations- und Austauschmöglichkeiten und thematisiert ganz bewusst auch Selbstfürsorge.

Diese Arbeit bringt er regelmäßig direkt nach Remscheid. Bei Veranstaltungen zum gesunden Älterwerden spricht er über Bewegung und die Widerstandskraft von Körper und Seele. Mit Aktionen wie der „Tour Demenz“, die 2024 unter dem Motto „Einsamkeit begegnen – Zugehörigkeit stärken“ auch durch Remscheid führte, werden zudem Angebote und Begegnungsorte für ältere Menschen sichtbar gemacht