Hamburg

Astrid Louven

Seit nahezu vier Jahrzehnten widmet sich Astrid Louven der jüdischen Geschichte Wandsbeks und macht sichtbar, was lange übersehen, verdrängt oder vergessen worden ist. Als Autorin und Geschichtsforscherin hat sie mit ihrer beharrlichen Arbeit entscheidend dazu beigetragen, dass die Geschichte der jüdischen Gemeinde im Stadtteil heute überhaupt wieder erzählt werden kann. Im Kulturschloss Wandsbek wird sie als Forscherin zur jüdischen Geschichte Wandsbeks und Hamburgs beschrieben. Ihre Forschung bildet dort ausdrücklich die Grundlage der Inhalte der digitalen Karte „Jüdisches Leben in Wandsbek“.

Zu ihren zentralen Arbeiten gehört das Buch „Die Juden in Wandsbek 1604–1940. Spuren der Erinnerung“, auf das auch die Bezirksseiten zum Wandsbeker Weg der Erinnerung verweisen. Hinzu kommt der Band „Stolpersteine in Hamburg-Wandsbek mit den Walddörfern“, den sie gemeinsam mit Ursula Pietsch veröffentlichte. Auch bei Gedenkveranstaltungen im Stadtteil bringt Astrid Louven ihre Forschung ein, spricht über jüdische Spuren in Wandsbek und erzählt Biografien von Menschen, deren Leben eng mit der Geschichte des Bezirks verbunden war.